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Virushusten

 

Mindestens einmal im Jahr kommt es zu einem „Ausbruch“ von Zwingerhusten, heute eigentlich Virushusten genannt.

Die Symptome sind plötzlich auftretendes heftiges Würgen. Das lässt die Besitzer immer fürchten, der Hund hätte was im Hals stecken.

Nicht selten spucken die Hunde weißen Schaum und das sehr häufig hintereinander. Es gibt Besitzer die kommen nach Hause und die gesamte Wohnung ist voll mit Haufen von gespucktem Schleim.

Manchmal äußert sich so ein Infekt aber auch nur durch vermehrtes Niesen.

So richtigen Husten wie wir uns das vorstellen beobachtet man eher selten.

Betroffen sind eigentlich Hunde aller Altersgruppen, wobei Junghunde meistens heftiger betroffen sind.

Die Hunde stecken sich über Kontakt mit anderen Hunden an. Aber offenbar können sie sich auch anstecken, ohne diesen direkten Kontakt. Wahrscheinlich schnüffeln sie dort, wo gerade vorher ein infizierter Hund auch geschnüffelt hat, dann kriegen sie so Kontakt zu dem Speichel und dem Nasensekret des anderen Hundes.

Natürlich ist die Ansteckungsgefahr auf den Hundeplätzen oder Pensionen am größten. Dort wo eben viele Hunde sich aufhalten.

Daher hießt das auch Zwingerhusten, weil in Zwingeranlagen diese Infektion besonders heftig aufgetreten ist. Heute gibt es kaum noch solche Zwingeranlagen.

Die normale Impfung schützt nicht ausreichend gegen diese Infektion. Das zeigt sich immer wieder. Die Besitzer fragen, wenn wir die Diagnose Virushusten stellen, ob der Hund da nicht gegen geimpft sei. Ja, ein Teil der sogenannten „großen Impfung“ ist gegen das Parainfluenzavirus. Und trotzdem kriegen die geimpften Hunde auch oft diesen Husten.

Wenn der Hund sicher geschützt sein soll, muss man zusätzlich noch einen Impfstoff verabreichen, der in die Nase geträufelt wird.

Der Nachteil ist, dass in der Gebrauchsanweisung von diesem Impfstoff steht, dass die mit dem Impfstoff geimpften Hunde 6 Wochen keinen Kontakt zu immungeschwächten Menschen haben sollen. Das müssen wir natürlich den Besitzern sagen. Dann hat das schon dazu geführt, das wir Anrufe gekriegt haben, die Oma käme am Wochenende, die hätte Diabetes, ob die immungeschwächt sei. Was sollen wir dazu sagen? Nein? Am Ende fällt die Oma tot um, dann muss ich beweisen, dass das nicht der Nasenimpfstoff Schuld ist.

Aber helfen tut der bzw. schützen. Ich rate immer, wenn Sie planen, dass Ihr Hund in eine Hundepension soll und sie keinen in der Familie haben, der organtransplantiert oder wegen einer Krebserkrankung eine Chemotherapie kriegt, dann lassen Sie diesen Impfstoff verabreichen.

So ein Aufenthalt in einer Pension ist anstrengend für die Hunde. Und wenn die dann noch einen miesen Infekt mit Halsschmerzen und Husten kriegen dort, dann sind die schon ganz schön matt.

Ist der Hund an Virushusten erkrankt, gibt es einiges, womit man dem Hund helfen kann. Was gemacht wird hängt sehr davon ab, wie schlimm es ist. Und das ist wirklich von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

Franziska Kähler

 

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