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Hot spot

 

 

In der Fachsprache heißt der Hot spot: „akute pyotraumatische Dermatitis“, also eine plötzlich auftretende, eitrige Hautentzündung. (Bild: tiefer Hotspot durch einen Zeckenbiß am Hals von einem Labrador Retriever. Mai 2015)polli05.05

Es gibt Hunderassen, die sind besonders anfällig für diese Hautentzündung. Dazu gehören z.B. der Golden Retriever, der Labrador, der Berner Sennenhund, der Neufundländer, der Schäferhund, also meistens Rassen mit langem, dichtem Fell.

Sie als Besitzer sehen ganz plötzlich, dass ihr Hund eine oft fürchterlich aussehende Hautpartie hat, die nässend, eitrig und sehr schmerzhaft ist. Nicht immer ist damit ein starker Juckreiz verbunden. Ganz oft sind diese Hautentzündungen unterhalb der Ohren an der Backe oder im hinteren Rückenbereich, am Rutenansatz.

Wir Tierärzte unterscheiden einen oberflächlichen und tiefen Hot spot, die dann sehr unterschiedlich behandelt werden müssen.

Es gibt verschiedene Ursachen, warum ein solcher Hot spot plötzlich entstehen kann. Zum einen eben das lange dichte Fell bei hohen Außentemperaturen, allergische Reaktionen auf Zeckenbisse und andere Parasiten oder aber kleinste Kratzer/Verletzungen in der Haut, die sich dann entzünden.

Hunde die einen Hot spot haben sind oftmals richtig krank, da sie entweder starke Schmerzen haben oder einen fürchterlichen Juckreiz.

In den kommenden Monaten sollten Sie versuchen vorzubeugen, um das Entstehen einer solchen Hautentzündung zu verhindern. Vor allem dann, wenn ihr Hund zu den dafür anfälligen Rassen zählt. Regelmäßige gründliche Fellpflege ist das erste was Sie tun können.

Vermeiden Sie, dass ihr Hund ständig nasses, feuchtes Fell hat. Meine Hündin Joon, hat sich im Sommer immer gerne in Gräben abgekühlt. Und ich erinnere, wie ich eines morgens sie kraulen wollte und mir aufgefallen ist, dass ihr langes Fell an den Hinterbeinen immer noch ganz modrig feucht war. Das habe ich damals zum Anlass genommen und habe ihr das lange Fell im Sommer abschneiden lassen. Wenn das Fell kürzer oder kurz ist, können Sie auch besser kontrollieren, ob sich kleine Veränderungen gebildet haben. Also juckende Verschorfungen, Rötungen, Pusteln oder ähnliches.

Es ist außerdem sehr hilfreich, wenn Sie den dafür anfälligen Hund regelmäßig baden. Ich habe Kunden, die haben eine Golden Retriever Hündin, die immer wieder mit solchen Hautentzündungen zu kämpfen hat. Einmal sagte die Besitzerin so beiläufig: Wenn der Hund hinter dem Haus in der Weide verschwindet, dann sieht man sie oft gar nicht mehr.

Da ist es natürlich nicht verwunderlich, das diese hautempfindliche Hündin immer wieder massiv eitrige Entzündungen hat. Gräsergrannen bleiben im dichten Unterfell hängen und kratzen an der Haut. Die Hündin beleckt sich die pieckenden Stellen und schon sind Speichelkeime in die kleinen Hautkratzer eingedrungen. Dann kommt noch feuchtwarmes Wetter zu der schon mit Speichel befeuchteten Haut und das Geschehen nimmt seinen Lauf. Ich habe den Besitzern geraten, das Fell im Sommer ganz kurz zu scheren und wenn der Hund aus der Wiese kommt sie ab zu duschen oder mindestens abends einmal mit einem feuchten Lappen gründlich abzureiben.

Außerdem ist ein guter Floh- und Zeckenschutz ein Muss bei solchen Hunden. Viele dieser Mittel verhindern mittlerweile auch Stiche von Mücken oder Bremsen. Kontrollieren Sie auch die Ohren und Afterregion regelmäßig.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, dann rufen Sie an oder kommen vorbei.

Viele Grüße Franziska Kähler

 

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