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Fütterung von Katzen

Wenn Katzenkinder bei uns in der Praxis vorgestellt werden, kommt bei dem Besuch immer schnell das Thema Fütterung auf. Viele Besitzer sind unsicher wie viel die Katzen zu fressen bekommen sollen. Oftmals sind die kleinen Bäuche prall gefüllt und nicht selten berichten die Besitzer, dass die kleinen Tiger einen offenbar unstillbaren Bärenhunger haben.

Tatsache ist, das fast alle unsere Hauskatzen überfüttert sind. Katzen sind noch sehr ursprüngliche Tiere. Sie können auch ohne uns überleben. Und in der Natur gibt es nicht Nahrung zur freien Verfügung. Im Gegenteil. Katzen verbringen in der freien Wildbahn viele Stunden mit der Nahrungsbeschaffung. Und das bei Schnee, Kälte, Wind und Regen genauso wie an schönen Tagen. Sprich, sie verbrauchen viele Kalorien weil sie sich stundenlang Bewegen (müssen).

Eine reine Wohnungskatze hingegen bewegt sich, wenn sie nicht mehr Katzenkind ist, wenig bis gar nicht. Aber sie hat immer Futter satt. Und das ist das Problem.

Sie sollten daher von Beginn an Mahlzeiten füttern. Auch wenn sie mehrere Stunden aus dem Haus sind, ist es nicht notwendig, das Sie für die Zeit Ihrer Abwesenheit der Katze Futter hinstellen. Im Gegenteil. Die Katzen sollen ruhig mal Hunger haben. Dann werden Sie aktiv. Springen um her und halten Ausschau, wo denn nun endlich das Frauchen oder Herrchen bleibt.

„Activity feeding“ ist das Zauberwort. Katzen solle Beute machen! Nur über Aktivität sollen sie an Nahrung kommen. Ihre Fantasie ist gefragt! Mein erster Vorschlag so als Beispiel ist immer: Nehmen Sie einen großen Schuh und in diesen legen Sie vorne in die Fußspitze ein paar Futterkügelchen. Wenn sie das Haus verlassen stellen Sie den Schuh immer an einen anderen Ort. Da muß die Katze sich also zunächst auf die Suche nach dem Schuh machen und wenn sie ihn gefunden hat, ist es auch nicht so einfach mit der Pfote nach den Futterkügelchen zu angeln.

Und lassen Sie sich immer was neues einfallen. „Den Schuh“ gibt es nur alle paar Tage, so bleibt er attraktiv.

Ich empfehle immer Katzenkinder an Feucht- und Trockenfutter zu gewöhnen. Sicher ist, das das, was die Katzen in ihren ersten Lebensmonaten an Futter kennenlernen, dies bevorzugen sie lebenslang.

Wenn eine Katze Feuchtfutter frißt, dann hat sie eine höhere Flüssigkeitsaufnahme. Das ist gewünscht von uns Tierärzten, da Katzen oftmals Blasen- und Nierenprobleme haben. Und da ist es wichtig, das die Flüssigkeitsaufnahme hoch ist. Besitzer widersprechen immer an dieser Stelle, da sie eine Feuchtfutter fressende Katze, im Gegensatz zu einer die nur Trockenfutter nimmt, kaum trinken sehen. Das liegt aber genau daran, das im Feuchtfutter schon so viel Flüssigkeit drin ist, das der Bedarf für die Katze an Wasser oftmals mehr als gestillt ist.

Ich finde Feuchtfutter auch stinkend eklig. Aber leider lieben Katzen meistens Feuchtfutter. Man könnte sonst auch über die Trockenfutterkügelchen eine Kaffeetasse mit Wasser gießen. Dann müßte die Katze erst das Wasser schlabbern, um an das Futter zu gelangen. Dann hätte man den gleichen Effekt, als wenn man Dosenfutter geben würde. Aber das finden Katzen meistens eine ganz schlechte Idee. Meistens verschmähen sie derart getränktes Trockenfutter.

Wenn Sie nur Trockenfutter füttern, dann können Sie die Flüssigkeitsaufnahme Ihrer Katze steigern, in dem Sie z.B. einen Teelöffel Joghurt in eine Schale geben und darüber auch eine Tasse Wasser. Dann schlabbern die Katzen dies Joghurtwasser und haben somit eine Tasse Wasser mehr zu sich genommen.

Und dann ist noch wichtig, das Sie nicht alles durcheinander Füttern. Nicht selten kommt es im Laufe eines Katzenlebens zu Futtermittelunverträglichkeiten. Wenn die Katzen über Wild, Lachs, Huhn, Ente, Strauß, Rind, Lamm usw. usw. , alles schon gefressen hat, ist es schwierig ihr was zu füttern, was sie und ihr Immunsystem noch nicht kennengelernt hat.

Viele Besitzer meinen dann immer, wir würden ja auch nicht jeden Tag das gleich essen, Abwechslung sei wichtig. Das stimmt nicht. Ich antworte dann immer, das der Vogel und die Maus auch immer gleich schmecken. Katzen wollen Beute machen, Activitiy feeding!

Es ist nicht gut wenn sie ständig was anderes zu fressen bekommen.

Entscheiden Sie sich für 1-2 Sorten und bei denen bleiben Sie. Das gilt auch für die Leckerli.

Also nochmal zusammengefasst:

  1. insgesamt wenig Futter füttern

  2. Mahlzeiten füttern

  3. über Aktitvität soll die Katze an ihr Futter gelangen

  4. maximale Wasseraufnahme

  5. Futter nicht ständig wechseln

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